Die Sehensander Musikanten sowie Helmut Lenz und Thomas Wöhr versprühten wieder beste Laune.
Von vertauschten Jacken und einer neuen Kulturgruppe
Pressemitteilung aus der Neuburger Rundschau vom 14.03.2016 von Xaver Habermeier
"Derblecken können wir uns selber, dazu brauchen wir keinen Mönch", schmunzelte der Dirigent der Sehensander Musikanten Helmut Lenz und legte zusammen mit Thomas "Pauli" Wöhr beim traditionellen Starkbierfest los. Mit starken Sprüchen sowie dem dunklen Gebräu von Julius versprühte die Veranstaltung vom Schützenverein "Enzian" Sehensand vor allem eines: gute Laune.
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Eingeheizt hat am Samstagabend die örtliche Musikkapelle mit einer bunten Mischung von Stücken zum Mitsingen oder Mitschunkeln. Schützenmeister Rudi Karpf und sein Team kredenzten den Gästen, die nicht nur aus dem Stadtteil, sondern auch aus den Nachbarorten gekommen waren, neben dem süffigen dunklem Starkbier auch bayerische Schmankerl.
Mit ein Grund für den Zulauf war sicherlich der angekündigte musikalisch-humoristische Auftritt des musikalischen Leiters Helmut Lenz mit dem Trompeter Thomas Wöhr. Eingeleitet haben die Musiker ihre Vorstellung mit dem Lied der menschlichen Winde, die in allen Gesellschaften und Berufsgruppen, von der Chefsekretärin bis zum Metzger, "wehen" könnten. Weiter zielte ihr lustiger Auftritt auf lokale Geschehnisse ab und erinnerte zum Beispiel an das Starkbierfest im vergangenen Jahr. Die Geschichte mit den vertauschten Jacken von drei Herrschaften entwickelte sich zu einem regelrechten Krimi, wo erst nach sechs Wochen die Lösung ans Tageslicht kam. Und Lenz weiter: "Am Tag nach dem Starkbierfest war Sehensand stark geschwächt, obwohl schon um 22 Uhr das Starkbier aus war." Einer fehlte vor einem Jahr. "Der Michi war mit seiner Flamme in der Therme in Erding beim Hutzldutzl macha."
Dann hatten die zwei Musiker zwei große Ereignisse im Dorf im Visier. Bei der Hochzeit vom "Matschai" sind alle neugierigen Weiber in die Kirche gegangen und bei der Hochzeit vom Rudi hat es gleich fünf Einladungen gegeben: "Die waren für ein Getränk, Suppe, Hauptmahlzeit, Nachspeise und Eisbuffet", erzählte Wöhr. Weiter folgten Meldungen aus dem Hauptquartier der Familie Braun, wie das bei der Polizei als gestohlen gemeldete Fahrrad beim Schloßfest, das im nüchternen Zustand wieder gefunden wurde. Für Lacher sorgte die Bekanntgabe des neuen oberbayerischen Meisters im Flintenschießen. Der Sieger wurde Adrian. "Es waren nur zwei Teilnehmer - und einer war krank", so Wöhr. Lenz berichtete anschließend von der Fronleichnamsprozession: "Die Betti stand in Begleitung von der Waltraud im Ameisenhaufen: Göttliche Fügung, Fragezeichen."
Dann erzählten die zwei Musiker von der neuen Kulturgruppe, die im Winter in Sehensand gegründet wurde. Zu ihr gehören Bauern, denen im Winter langweilig sei und die jetzt im Umkreis von 100 Kilometern die Wirtschaften testen. Und ein neues Freibad gibt es in Sehensand auch. "Das ist beim Neunzert und da gibt es sogar ein Moonlight-Schwimmen", betonte Wöhr. Beim Bergfest hat es für die Musik keinen Schnaps gegeben. "Wahrscheinlich, damit die Musikanten gesünder leben", so Lenz.
Ob die Gratisrunde auch beim Starkbierfest aus Gesundheitsgründen ausgeblieben ist, wird nicht verraten.